TETRON DIGITALFUNK @ Giro d' Italia
Der Giro d'Italia gilt - nach der Tour de France - als zweitwichtigstes Etappen-Radrennen der Welt. Er wird sowohl für Männer und seit 1988 auch für Frauen (als Giro d'Italia Femminile) ausgetragen. 2009 feiert der Giro d' Italia sein 100 jähriges Jubiläum.
Der Giro d'Italia 2009 startete am 9. Mai mit einem Teamzeitfahren in Venedig und endet am 31. Mai mit einem abschließenden Einzelzeitfahren in Rom. Zur Mitte des Giro 2009 steht ein profiliertes Einzelzeitfahren mit einer Distanz von 61 Kilometern auf dem Programm. Darüber hinaus sind gleich 7 Etappen über 200 Kilometer lang. Zwei dieser 7 Etappen befinden sich in Tirol.
Am 14. Mai legten die Teilnehmer eine Strecke von 248 km, von Brixen in Südtirol nach Mayrhofen, hinter sich und am 15. Mai wurden nach dem Start in Innsbruck erneut 244 km bis zum Tagesziel in Chiavenna bewältigt. Die Jubiläums-Route des Giro ist für Sportler und Zuschauer ein Highlight- neben dem spektakulären Mix aus Zeitfahren, Flachetappen und Bergstrecken sowie den beiden Tirol-Etappen steht diesmal das sportliche Comeback von Lance Armstrong auf dem Programm.
Tiroler Einsatzorganisationen steht seit Jänner 2006 der TETRON DIGITALFUNK zur Verfügung. Die Herausforderung für die Einsatzorganisationen stellte sich in erster Linie durch die länderübergreifende Kommunikation. Tirol - funkt digital. Das Land Salzburg bedient sich dem analogen Netz. Italienische Einsatzkräfte sind ebenfalls mit analogem Funk ausgestattet.
Während dem Rennen hat die Polizei über Digitalfunk mit örtlichen Organisationen entlang der Strecke (Feuerwehr, Bergrettung) Kontakt aufgenommen und so die Strassensperren koordiniert. Das mobile Begleitkommando bei der ersten Etappe bestand aus 14 österreichischen und 26 italienischen Motorrädern. Auf dem Kommandofahrzeug mussten bis zu 5 Antennen angebracht werden, weil mehrere Bereiche bedient werden mussten. Bei dieser Veranstaltung wurde erneut sichtbar, wo die Unterschiede im Einsatz von digitalem und analogem Funk liegen. Bei der ersten Etappe konnten die Einsatzkräfte in Tirol digital funken, nach dem Felbertauerntunnel mussten sie auf das analoge Funknetz aus Salzburg switchen und nach dem Gerlospass war das digitale Funknetz Tirol wieder verfügbar bis an das Tagesziel in Mayrhofen. Am 2. Tag verlief die Streckenkommunikation über den Bezirksveranstaltungskanal von Innsbruck bis in die Schweiz.
Oberst Gerhard Holzknecht, Landespolizeikommando Tirol/Landesverkehrsabteilung war für die Koordination der Polizei während der beiden Giro Etappen in Tirol verantwortlich. In einer kurzen Stellungnahme nach der Veranstaltung hat er folgende Aussage über den Einsatz des TETRON DIGITALFUNKS getroffen:
„Ich arbeite jetzt schon seit Jahren mit dem Digitalfunk und aus heutiger Sicht kann man sagen, dass alle Kinderkrankheiten beseitigt sind und wir mit dem Einsatz des digitalen Funk sehr zufrieden sind. Gerade bei diesem Event, wo wir teilweise auf analogen Funk switchen mussten, da unsere Salzburger und italienischen Kollegen über kein digitales Netz verfügen ist deutlich geworden, wie hoch die Qualität des digitalen Funksystems ist.
Geringere Gesprächsqualität, schlechtere Erreichbarkeit, schlechte Funkabdeckung, etc. sind im analogen Funk sofort zu merken.
Tiroler Motorrad-Polizisten mussten zusätzlich zu ihrer digitalen Funkausstattung ein analoges Funkgerät mitnehmen, um in den Abschnitten außerhalb Tirols mit den Kollegen im analogen Netz kommunizieren zu können.
Abschließend sei erwähnt, dass die gesamte Veranstaltung sehr friedlich verlaufen ist und es zu keinen Ausschreitungen oder Zwischenfällen gekommen ist.“
ÜBERNAHME SERVICE LEVEL 1 IN WIEN, NÖ und TIROL
Die Reparatur und Wartung der rund 500 Basisstationen, österreichweit teilt sich in die Servicierung der Infrastruktur (Stromversorgung, Klimaanlage, Einhausung und Antennenanlage), die vom jeweiligen Land übernommen wurde und der Wartung der Systemtechnik (Funkanlage), die bis dato von den technischen Fachabteilungen der Polizei durchgeführt wurde.
Mit dem 30. März 2009 wurde die Reparatur und Wartung der Systemtechnik in Wien, Niederösterreich und Tirol von der Polizei an die TETRON übergeben. Aufgrund der Erfahrungen der 35%igen TETRON Mutter – Alcatel Lucent – in den Bereichen Planung, Aufbau und Betrieb von Kommunikationsnetzen bringt TETRON die optimalen Voraussetzungen und freut sich über die Beauftragung.
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